Heidebegegnungshaus

Ein Babelsberger Begegnungshäuschen vor der Heide!

Gute Nachrichten für unseren Kiez: Die Landeshauptstadt Potsdam, die Pro Potsdam, das MIL und der Interlog e.V. unterzeichneten am 18.Mai 2016 feierlich eine Erklärung, wonach das Heidehaus zu einem Nachbar*innenschaftshaus in Babelsberg entwickelt werden soll. IMG_4254

Ein Blick zurück in die Geschichte: 2012 wurden Pläne der Pro Potsdam bekannt, die Heidesiedlung verkaufen zu wollen. Die Bewohner*innen waren empört und taten sich zusammen. Wurden aktiv, waren laut und genossen die Solidarität vieler Potsdamer*innen. Letztlich erreichten sie ihr Ziel, einen Verkauf abzuwenden. Nach Verhandlungen mit der Pro Potsdam, der Stadt und weiteren Beteiligten wurde ein Modell entwickelt, nach dem die Heidesiedlung nun im Besitz der Pro Potsdam verbleibt und derzeit saniert wird mit der Auflage von für Potsdamer Verhältnisse mäßige Mieten für Neu- und Altmieter*innen. Die Bewohner*innenschaft der Heide erfochte sich das Recht, dort wohnen bleiben bzw. im Sommer nach der Sanierung des ersten Bauabschnitts dorthin zurückkehren zu können. Julia Schultheiss, in der Bewohner*inneninitiative engagiert, kommentierte: „Ich finde es super, dass wir mittlerweile so konstruktiv mit der Landeshauptstadt und der Pro Potsdam zusammenarbeiten. Das hatte ich nicht erwartet und war auch nicht abzusehen.“

Eine Frage blieb während der Verhandlungen um die Zukunft der Heidesiedlung zunächst ausgeklammert: Was wird aus dem Heidehäuschen? Die Erfahrungen der Nachbar*innenschaft, die Solidarität und Unterstützung untereinander führte zur Idee, das Heidehäuschen als Begegnungsort zu etablieren, als Anlaufpunkt für die Nachbar*innen aus dem Kiez zur Gestaltung eines Stadtteils, der zusammenhält und lebendig ist. Katharina Tietz, Nachbarin und Mitglied im Interlog e.V. beschreibt die gewachsene Struktur so:IMG_4280 „Wir unterstützen uns gegenseitig bei mietrechtlichen Fragen und versuchen Anlässe zu schaffen, um im Gespräch zu bleiben und den Kontakt zu halten zu den Babelsberger*innen rund um die Heidesiedlung. Die Solidarität hier in unserer Ecke ist wirklich einmalig, wenn es um gegenseitige Unterstützung geht. Ich freue mich richtig darauf, wenn das Heidehäuschen ihre Pforten öffnet.“

Bis dahin ist aber noch einiges zu tun. Wer am Heidehaus schon mal vorbeischlenderte, weiß warum. Es ist stark sanierungsbedürftig. Bis zum Ende der Sanierung durch die Pro Potsdam möchte die Initiative des zukünftigen Trägervereins aber nicht warten. Gemeinsam mit den Babelsberger Nachbar*innen wollen wir ein Konzept entwickeln, wie das Nachbar*innenschafthaus ein Ort werden kann, wo man gerne hingeht und sich austauscht, Projekte anschiebt und erörtert oder plaudert und ein Käffchen trinkt.  Thomas Geisler vom Interlog e.V. kann es kaum abwarten: „Wir wollen in den nächsten Monaten mit unseren Nachbar*innen ins Gespräch kommen, gemeinsam Ideen entwickeln und zusammen konkrete Projekte spinnen.“ Ein prima Anlass für einen solchen Austausch wird das jährliche Nachbar*innenschaftsfest der Heidesiedlung sein, dass in diesem Jahr am 27. August auf der Heidewiese stattfinden wird. Es wird gegrillt, geschwatzt, gefeiert werden.

Wem gerade phantastische Ideen durch den Kopf schießen, wer schon konkrete Vorstellungen hat oder wer einfach nur über die Möglichkeiten plaudern möchte, was in dem kleinen Häuschen nach der Sanierung passieren soll und kann, kann uns eine Mail schreiben an info@interlog-ev.net. Oder auf einen Kaffee und ein Schwätzchen vorbeikommen. Eine gute Gelegenheit dazu ist der kommende Nachbar*innenschaftstag am 27. Mai. Am Nachmittag können bei einem gemeinsamen Mitbring-Grillen, beim Krocket-Turnier oder einfach beim gemütlichen Zusammensein Visionen entworfen, ein wenig geplaudert oder einfach nur Geselligkeit genossen werden.

Wir freuen uns auf euch.