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Trainingskurs „A Society for Everyone – Strategies against Discrimination“ – Georgien April 2009
Im April 2009 führte Interlog e.V. gemeinsam mit der georgischen Partnern „Image Pro“ und „Academy for Peace and Developement“ einen Trainingskurs in Kobuleti am Schwarzen Meer durch. Thema des 5-tägigen Kurses war das Engagement gegen Diskriminierung . Die TeilnehmerInnen aus 10 Ländern tauschten sich dabei intensiv über die Probleme in ihren jeweiligen Ländern aus und suchten gemeinsam nach Gegenstrategien.
Eröffnet wurde das Training durch eine Reihe von Aufwärm- und Kennenlernspielen, die es den TeilnehmerInnen ermöglichen sollten, sich gegenseitig kennenzulernen und erste Meinungen zum Kursthema auszutauschen.
Danach wurde intensiv an Themen wie Mechanismen von Diskriminierung, Alltagsdiskriminierung und an konkreten Beispielen Formen von Diskriminierung diskutiert. Einen besonderen Stellenwert hatte die Diskussion der Situation in den verschiedenen Ländern. Im Grund stellte sich hier heraus, dass die Probleme überall vergleichbar sind. So wurde die Ungleichbehandlung von Frauen thematisiert, die neben ungleicher Bezahlung teilweise auch ungleich Bildungschancen haben. Daneben existieren in allen Ländern Formen von Rassismus, Antisemitismus und Antiziganismus existieren. Ein spezifisch osteuropäisches Phänomen war die Diskriminierung russisch-sprachiger Minderheiten in den ehemaligen Sowjetrepubliken im Baltikum.
Die TeilnehmerInnen wurden bei der Erarbeitung der Inhalte besonders einbezogen, so dass ein Großteil der besprochenen Themen aus der Gruppe heraus eingebracht worden sind. Das gesamte Training war darauf angelegt, den Lernprozess möglichst hierarchiefrei und mit Hilfe von non-formalen Bildungswerkzeugen zu gestalten.
Neben dem inhaltlichen Teil bot sich den TeilnehmerInnen natürlich auch die Möglichkeit Landschaft und Kultur Georgiens kennenzulernen. Den Höhepunkt bildete dabei sicherlich eine Exkursion nach Batumi und ein anschließendes traditionelles georgisches Abendessen.
Der abschließende Teil des Trainingskurses war dann völlig der Entwicklung eigner Projektideen der TeilnehmerInnen gewidmet. Dabei entstanden Projektideen zur Bekämpfung von Sexismus und Homophobie und ein Projekt zur Bekämpfung der Diskriminierung von russisch-sprachigen Minderheiten in Osteuropa. Wir hoffen, dass die erarbeiteten Projekte bald beantragt und umgesetzt werden.
Besonders möchten wir an dieser Stelle dem „Jugend in Aktion“-Programm der Europäischen Union danken, und hier speziell der deutschen Nationalagentur, ohne die da Projekt nicht hätte umgesetzt werden können.
Das Projekt im Überblick:
Titel: „A Society for Everyone“ – Strategies against Discrimination
Zeitraum: 9.4.2009 – 15.4.2009
Teilnehmer: 32
Beteiligte Länder: Russland, Georgien, Estland, Großbritannien, Ungarn, Aserbaidschan, Tschechische Republik, Deutschland, Polen, Italien, Weißrussland
Themen: Was ist Diskriminierung?, Faktoren und Mechanismen von Diskriminierung, Situation in den Ländern der TeilnehmerInnen, Strategien gegen Diskriminierung, Projektmanagement, Jugend in Aktion – Programm, Projektentwicklung
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